Open Source Apps für Dein Android Smartphone

Um alle Vorteile des Umstands zu nutzen, dass Android FOSS ist, habe ich damals nach dem Kauf meines Mobiltelefons von der vom Mobilhersteller installierten (und kontrollierten) auf eine Community-Version von Android gewechselt: CyanogenMod. Mit dem Upgrade auf die neueste Version, habe ich meine App-Liste bereinigt und versucht soviele Open Source Apps wie möglich einzusetzen. Um Euch Recherchearbeit zu ersparen, hier meine Empfehlungen…

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“Code for all | Deutschland” und ein Freiwilliges Soziales Jahr Digital

Eine Bundestagsfraktion hat Ende März einen interessanten Antrag in den Bundestag eingebracht: die Einführung eines Modellprojekts “FSJ Digital” soll geprüft werden; also, ein “Freiwilliges Soziales Jahr” mit Digital, statt eines “normalen” oder “ökologischen”. Eine gute Idee. Nicht alle sind Brittany, aber einschlägiges Wissen der Digital Natives ist meist deutlich breiter und tiefer als das der Durchschnittsbevölkerung.

Die Open Knowledge Foundation ist gerade in den Startlöchern, um ein Stipendiatsprogramm im Sinne und mit Unterstützung von Code For America in Deutschland zu lancieren. Wahrscheinlich sind sehr junge Menschen nicht direkt als Stipendiaten im Sinne von OKF’s “Code for all | Deutschland” geeignet; aber ich denke es gäbe dennoch vielversprechende Modelle der Kombination.

  • Statt eines einzelnen Stipendiaten könnte eine Stadt ein kleines Team von einem Fellow und 1-2 FSJD’lern bei sich aufnehmen. Damit stünde mehr Zeit zur Verfügung und technische Aufgaben verschiedener Schwierigkeitsgrade könnten verteilt werden, was letztlich der Produktivität des Fellow zugute käme.
  • Alternativ könnte man sich ein Modell überlegen, in dem ein Gruppe FSJD’ler zentral an einem Ort zusammensitzt und neue technische Lösungen ausheckt, die als eher generische Standalone-Lösungen den Städten zur Verfügung gestellt werden würden.

Mal sehen, wer schneller ist: Die ersten Stipendiaten von Code for All|Deutschland, die in einigen Städten neue Technologien einbringen oder die ersten Pilotprojekte für ein FSJ.Digital. Ich bin gespannt. :-)

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Versuch einer Theory of Change für die Open Knowledge Foundation

Die Messung der Wirkung von NGOs wird in der Zukunft immer wichtiger werden, weil Investoren, Philantrophen und andere Stakeholder sehen möchten, ob sich ihr Engagement lohnt. Die dafür notwendigen Instrumente entstehen aber gerade erst: neben dem Ansatz des Social Return on Investment (Wikipedia) gibt es den Ansatz der Theory of Change (hier z.B. die Version des TOC Guide des Aspen Instituts).

Im Rahmen des Professional Program der Social Entrepreneurship Initiative & Foundation (seif) habe im Rahmen einer Übung(!) versucht eine Theory of Change für die Open Knowledge Foundation auf zwei Seiten zu formulieren, die ich hier einfach wiedergebe — einerseits als Anregung für alle, die was ähnliches probieren möchten und andererseits, weil ich mich über Feedback dazu freue. :-) Und los geht’s:

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2. Treffen Kommission “Zukunft des Urheberrechts” der Bayr. Grünen

Leider entspricht die einseitige Zusammenfassung des 2. Treffens der Kommission zur Zukunft des Urheberrechts – Die Rolle der Verwertungsgesellschaften der Grünen im Bayerischen Landtag meinem persönlichen Eindruck jenes Abends.

Da es nur ein Inputreferat gab, welches zudem noch eindeutig pro-status-quo bzgl. Verwertungsgesellschaften (VG) und GEMA positioniert war (Professor Dr. Karl Riesenhuber fungiert als Rechtsberater des GEMA-Aufsichtsrats, s. Geschäftsbericht 2011, S11), entstand über lange Strecken keine echte Diskussion um grössere Anpassungen. Stattdessen ging es tendenziell darum, wie die GEMA und die VG allgemein in neuen digitalen Umfeld gestärkt werden können. Das kann man natürlich diskutieren, ist aber angesichts der digitalen Umwälzungen etwas zu einseitig auf eine Interessensgruppe ausgelegt. Die Länge der Liste an Kritikpunkten, gegliedert nach Mitglieder, Verbraucher und Club/Diso-Betreiber, wie sie der deutsche Wikipedia-Artikel “GEMA” darstellt, hätte genügend Stoff für eine Diskussion geboten.

Ein Punkt, der mir fehlte, war die häufig bemängelte Transparenz, was die Praxis der GEMA betrifft. Hier plädiere ich im Interesse auch der Mehrheit der GEMA-Mitglieder dafür, dass sich die GEMA dazu entscheidet, regelmässig eine anonyme Liste der an die Urheber ausgezahlten Beträge als Open Data zu veröffentlichen. Eine Liste, die neben dem Betrag den Mitgliederstatus (ordentlich, ausserordentlich, angeschlossen) und für eine grobe geographische Zuordnung einen PLZ-Bereich (z.B. 80xxx) enthält, wahrt die Anonymität und erlaubt es Künstlern und der Öffenlichkeit dennoch, über Analyse und Visualisierung besser zu verstehen, wie die Gelder verteilt werden. Damit könnte die GEMA und deren Kritiker auf Fakten basierend einen Diskurs führen; und die GEMA würde durch diesen Schritt zu mehr Offenheit auch etwas für ihren öffentlichen Ruf tun, der wenig kostet und viel bringt.

Dann wäre es auch möglich, neuere Konzepte zu diskutieren, die die Konstruktion der GEMA nicht umwerfen, aber doch umbauen und an neue digitale Gegebenheiten anpassen. Was mir in der 2. Diskussion komplett fehlte, war das Konzept einer Kulturflatrate, die aus meiner Sicht durchaus mit dem grundsätzlichen Prinzip hinter der GEMA vereinbar ist und eine mögliche langfristige Vision darstellen kann: der Verbund der Verwertungsgesellschaften als transparente Manager einer bundesweiten (noch besser EU-weiten) Kulturflatrate. Leider verliert man solche neuen Ansätze/Ideen aus dem Fokus, wenn die Diskussion darum kreist, “wie man die heutige GEMA noch stärken könnte”.

Ich hoffe, wir sehen in der dritten Runde, ein ausgewogeneres Bild in der Diskussion.

EDIT 11.07.12: Am dritten Treffen wurde das Thema Flatrate präsentiert und diskutiert. Dazu mehr, wenn das Protokoll online ist.

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Gunnar Hökmark on “Europe’s Digital Future”

As OKFN representative and organizer of Munich’s MOGDy project (EPSA page) last year, I was invited this Tuesday to a panel on Europe’s Digital Future, hosted by Hanns-Seidel-Stiftung in Brussels. (I still cannot believe that there is no event page on their website.)

In his keynote, Gunnar Hökmark MEP made a few interesting comments worth sharing and commenting:

  1. After the fall of the Berlin wall and the collapse of the Soviet Union, the old Cold War concept of First, Second and Third World has been collapsing, too. There is no such thing anymore as different worlds. – That was a small “aha” for me. BRICS are moving faster than EU/US, their populations are gigantic and their influence will be huge in some years time. Their energy consumption is exploding and they have an explicit desire to grow, while many markets in the EU/US are nearing saturation… We need to continue questioning the unsustainable growth paradigm despite setbacks.
  2. The Internet is only 30 years old (for mainstream at least) and it makes it harder by the day to keep ideas to yourself (and exploit them) – in business, in politics, in society in general. – Although, the message is not new, it is worth reflecting more in detail about how volunteer (“open government”) and involunteer (“WikiLeaks”) access to information and data will change the role of public sector institutions, their legitimacy, and power. Rather sooner than later, the same trend will hit the corporate sector, too.
  3. 30 years ago the global economy was the US and the EU. Today, the US and the EU are the global centers of economic crisis. – Very interesting statement. Which areas are causing the crisis (-es?), how can we reduce their power? Which areas hold promises for the future? Littel surprising, Hökmark’s answer is that the Digital holds this promise, concretely mobile services. Mobile data traffic is expected to grow 10x by 2017. EC’s radio spectrum program to open up radio frequency bands (“Digital Dividend”) will play a key role in enabling this development. I hope they do allocate enough space for open spectrum (sadly, another US-heavy WP article) and open source innovation in that area, e.g. openBTS.

Unfortunately, the potential of open solutions has not been discussed very much in depth at the panel afterwards. A sign of hope was that Dr. Eckert of DG InfSo and Media showed strong support for open approaches in different areas. I hope he does get the support needed in his DG to move in that direction.

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Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Ich habe mich entschieden meine Tätigkeit als IT-Stratege bei der Landeshauptstadt München zu beenden, um mein berufliches Umfeld neu auszurichten. Ich bedanke mich bei allen aus der Münchner Verwaltung und Politik, die mit mir zusammengearbeitet haben und Aufbrüche wie MOGDy ermöglichten. Keep in touch! :-)

Ich bleibe meinen Spezielgebieten rund um Open Government, Open Data, Open Source und Open Standards weiterhin treu. Auch wenn in letzter Zeit schon viel passiert (ist) … wir stehen IMHO erst am Anfang von massiven Veränderungen, die alle Bereiche von Wirtschaft, Politik und Kultur tangieren. Ich glaube, die Masse an mobil-digital vernetzten Menschen wird nicht nur (weiterhin) Geschäfts-, sondern auch zunehmend Governance-Modelle in Politik und Verwaltung auf den Prüfstand oder gar infrage stellen — und Offenheit wird dabei eine zentrale Rolel spielen, sowohl technisch, rechtlich als auch sozial. Im Jahre 12 nach dem Cluetrain-Manifesto sind die meisten privaten, öffentlichen und viele zivilgesellschaftliche Organisationen noch nicht auf die Veränderungen vorbereitet – nicht strategisch und noch weniger kulturell. Wir haben ein paar spannende Dekaden vor uns, bei denen ich dabei sein und mitwirken möchte. Get excited! :-)

Ich habe mich entschieden, meine Erfahrungen, meine Expertise und meine Netzwerke in diesen Bereichen als unabhängiger Strategieberater zur Verfügung zu stellen, weil ich glaube, so meinen Beitrag für eine digital nachhaltige, offene Zukunft am besten leisten zu können – kritisch und unabhängig. Ich werde mich auch wieder vermehrt im Hochschulumfeld tummeln. Meine Vorlesung an der ETH Zürich wurde auf Einladung von Prof. Krcmar dieses Sommersemester an die TU München exportiert, zwar als Light-Version, aber originalverpackt in bester Schweizer Qualität. Stay tuned! :-)

Und wir man an der Website schon erkennen kann … ich werde auf Englisch wechseln, in der Hoffnung nicht so viele alte LeserInnen zu vergraulen wie ich neue gewinne. :-)

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